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Spendenaufruf: Restaurierung des Grabsteins von Karl Lamprecht (1856-1915)

Vorderseite der Karl-Lamprecht-Medaille, die vom Gesamtverein der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine e. V. vergeben wird.

Die Medaille, die der Gesamtverein der deutsche Geschichts- und Altertumsvereine für besondere Verdienst verleiht, ist – als Ergebnis sorgfältiger Abwägung – nach Karl Lamprecht (1856-1915) benannt worden.

Lamprecht, Gründer der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde und zuletzt Professor in Leipzig, ist auf dem Friedhof von Schulpforta begraben.

Der von Felix Georg Pfeiffer (1871-1945) geschaffene Grabstein ist von kunsthistorischem und historischem Interesse. Die Rückseite enthält folgenden Text: Der Historiker muss / der Vergangenheit / Gegenwart einhauchen / können gleich Ezechiel / d[em] Propheten: er schrei- / tet durch ein Gefilde / voller Totengebeine, / aber hinter ihm rauscht / erwachendes Leben.

Der Grabstein ist seit längerem in einem beklagenswerten Zustand. Eine grundlegende Restaurierung ist dringend erforderlich. Die Bedingungen dafür haben sich in letzter Zeit verbessert: nach einem Unfall sind die Bäume auf dem Friedhof gefällt worden, der Stein ist von allen Seiten gut zugänglich, die Anfertigung eines neuen Fundaments ist möglich, der Stein kann so für Jahrzehnte gesichert werden. Allerdings ergeben sich daraus höhere Kosten. Eine erste Schätzung belief sich auf fast 20.000 Euro.

Der Vorstand des Gesamtvereins hat bereits eine Spende für die Restaurierung vorgesehen. Die Mitgliedsvereine sind aufgerufen, sich an dieser Spendenaktion zu beteiligen.

Spendenkonto: Pförtner Bund e.V. Deutsche Bank Naumburg
IBAN DE46 8607 0024 0646 3376 00
BIC DEUTBEDBLEG
Verwendungszweck: Restaurierung Lamprecht-Grabmal 

Der Pförtner Bund e.V.  ist die Vereinigung der ehemaligen Schüler.

Eine Spendenquittung wird auf Wunsch gerne ausgestellt. Bitte wenden Sie sich dafür an vorstand@pforta.de.

Update Juni 2021: Das Lamprecht-Grabmal ist mittlerweile restauriert. Es sei an dieser Stelle auf den benachbarten Grabstein der Lamprecht-Haushälterin Emma Bruch (die Ehefrau Lamprecht war immer wieder zu Klinikaufenthalten genötigt) hingewiesen. Dazu werden vom Pförtner Bund noch Spenden entgegengenommen.

Literatur: Folker Reichert, Tod und Verklärung. Das Professorengrab als biographisches Zeugnis. In: HZ 307 (2018) S. 370-411, zu Lamprecht S. 372-381, Fotos von Vorder- und Rückseite des Grabsteins S. 377 u. 378. 

Update: März 2021

Vorderseite des Grabmals in der Dombauhütte Naumburg mit teilweise bereits in Schwarz ergänzter Inschrift.[Bild: H. Geipel, Bauhütte Naumburg]

Weblinks