Willkommen beim Gesamtverein der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine!

Im Gesamtverein der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine haben sich die deutschen Geschichtsvereine, die Historischen Kommissionen, landes­geschichtliche Institute, Arbeitsgemeinschaften usw. zusammengeschlossen. Der Gesamtverein ist also ein Dachverband, dessen Tätigkeitsfeld sich auf die Bun­desrepublik Deutschland erstreckt. 

Ankündigung: Ernennung von Prof. Dr. Manfred Treml zum Ehrenvorsitzenden.

Auf der Mitgliederversammlung des Gesamtvereins der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine e. V., die anlässlich des 46. Tags der Landesgeschichte am 19. Oktober 2019 in Regensburg stattfand, hat der langjährige Vorsitzende des Gesamtvereins der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine, Prof. Dr. Manfred Treml auf eigenen Wunsch nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden kandidiert. Die Mitgliederversammlung wählte Dr. Johannes Mötsch zu seinem Nachfolger. [weiterlesen]

Spendenaufruf: Restaurierung des Grabsteins von Karl Lamprecht (1856-1915)

Der Grabstein ist seit längerem in einem beklagenswerten Zustand. Eine grundlegende Restaurierung ist dringend erforderlich. Die Bedingungen dafür haben sich in letzter Zeit verbessert: nach einem Unfall sind die Bäume auf dem Friedhof gefällt worden, der Stein ist von allen Seiten gut zugänglich, die Anfertigung eines neuen Fundaments ist möglich, der Stein kann so für Jahrzehnte gesichert werden. Allerdings ergeben sich daraus höhere Kosten. [weiterlesen]

Gegründet wurde der Gesamtverein auf zwei Tagungen im Jahre 1852, wobei der Gründer des Germanischen Nationalmuseums, Hans Freiherr von Aufseß, und Prinz Johann von Sachsen eine wichtige Rolle spielten. Gründungszweck des Gesamtvereins war es, durch Zusammenschluss der Geschichtsträger vieler Territorien, Landschaften und Städte die Einheit der deutschen Geschichte in der Vielheit zu betonen und damit die landes- und regionalgeschichtliche Forschung anzuregen. 

Die vom Gesamtverein herausgegebene, einmal jährlich im Umfang von 500 – 600 Seiten erscheinende Zeitschrift „Blätter für deutsche Landesgeschichte“ veröffentlicht schwerpunktmäßig in ihrem Aufsatzteil landesgeschichtliche Untersuchungen zum gesamten deutschsprachigen Geschichtsraum, in denen sich die Vielfalt der deutschen Landesgeschichtsforschung in regionaler, zeitlicher, sachlicher und methodischer Hinsicht in großer Breite widerspiegelt. Neben kürzeren, längeren oder gar sehr langen Einzelbeiträgen werden hier auch kleinere Tagungen dokumentiert. Das  „Landesgeschichtlichen Forum“ vereinigt Literaturbesprechungen und Berichte wissenschaftlicher Vereine, Institute und Unternehmungen.   

Seit 1968 veranstaltet der Gesamtverein außerdem den Tag der Landesgeschichte, der sich jeweils speziellen Forschungsfragen widmet und darüber hinaus dem Erfahrungsaustausch der Landeshistoriker in den Mitgliedsvereinen und aus den Universitäten gilt. Im Bereich der Quelleneditionen hat der Gesamtverein sich auch mit Erfolg um die notwendige Vereinheitlichung bemüht. So sind die von Walter Heinemeyer im Auftrag des Gesamtvereins erarbeiteten Editionsgrundsätze für Urkunden, mittelalterliche Amtsbücher und Quellen zur neueren deutschen Ge­schichte heute fester Bestandteil der geschichtswissenschaftlichen Praxis. 

Daneben erhält die Popularisierung von Forschungsergebnissen und die Vermittlung an eine breitere Bevölkerung zunehmend stärkeres Gewicht, um damit das Bewusstsein der Bürger für landes- und regionalgeschichtliche Bezüge zu fördern und damit die geistige Grundlage für das föderalistische System in Deutschland zu erhalten. 

Der Gesamtverein wirkte und wirkt auch als Sprecher seiner über 200 Mitgliedsvereine, so etwa bei der Begutachtung der Archivgesetze im Bund und in einzelnen Bundesländern. Er pflegt außerdem zahlreiche Kontakte zu staatlichen Organen und Institutionen auch des Auslands. So ist er insgesamt als Koordinator landesgeschichtlicher Forschung und Vereinsarbeit tätig, bildet ein Forum des fachlichen Austausches, regt Projekte an und vertritt als Kulturlobbyist die Interessen seiner Mitglieder gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit.